Bläserklassen live 2010

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Bläserklassen stellen sich vor

 

Mitreißendes Konzert an der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur

 

Was Schulen leisten müssen und wie sie junge Menschen heranbilden sollen, damit sie ihren Weg im späteren Leben meistern können, wird in der öffentlichen Diskussion aufmerksam verfolgt. Ein beeindruckendes Zeugnis darüber, was möglich ist, bot das gemeinsame Bläserkonzert der Klassen 5b, 6b und 7b der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur vor voll besetztem Haus. Nicht zu Unrecht verwies Walter Frink zu Anfang auf die solide Grundausbildung der Schüler und dirigierte zum Auftakt eines äußerst abwechslungsreichen Eineinhalb-Stunden-Konzertes die Anfängerklasse, deren Vortrag im „Dreiländermedley“ in der Bearbeitung von Jan de Haan einen viel beklatschten Abschluss fand.

Den Anfang machte die Klasse 5b (Leitung: Walter Frink) mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt.

Die nun aufspielende Klasse 6b bewies unter ihrem Dirigenten Thomas Eberth gleich im Anschluss mit „Renaissance Festival“ von Tielmann Susato, was die Weiterführung der Bläserausbildung spieltechnisch bedeutet: Das Ensemble blieb in jeder Phase des Stückes am vorwärtstreibenden Rhythmus und hielt die Spannung aufrecht bis zum Schluss. Insgesamt beeindruckten die gut herausgearbeiteten Tempowechsel und die lebendige Dynamik in den Vorträgen, wobei sich die bestens eingestimmte Arbeit der Schlagwerker wohltuend bemerkbar machte. Dem Höhepunkt, den das Ensemble mit „It Don’t Mean A Thing“ von Duke Ellington setzte, folgte der verdiente tosende Applaus.

Die Klasse 6b (Leitung: Thomas Eberth) präsentierte unter anderem 2 Swing-Stücke im Big Band Sound.

Die drückende Hitze in der Aula der Schule geriet schnell in Vergessenheit, als schließlich auch die 7b mit ihrem Programmpunkt begann. „Heitere Klänge in einem schnellen Tempo“ versprach Frink, der inzwischen wieder das Podium betreten hatte, und er behielt Recht. Die wunderbar herausgearbeiteten Einsätze der einzelnen Instrumente, das dezente aber immer spannende Auf und Ab in den Melodielinien zeigte einen sehr lebendig agierenden Dirigenten, der wusste, was er wollte und genau das auch von seinem Orchester bekam.

Routiniert spielten die Schüler der 7b (Leitung: Walter Frink) alles vom Marsch über Rockmusik bis hin zur Filmmusik.

Das Engagement der beiden Pädagogen wurde nicht nur in ihrer schwungvollen Arbeit am Dirigentenpult deutlich, sie ließen es sich auch nicht nehmen, in einem Trompetenduett das spanische „Viva Espana“ rhythmisch und melodisch so feurig vorzutragen, dass man glaubte, Clint Eastwood schiebe sich am Rio Grande gerade einen Zigarrenstummel in den staubigen Mundwinkel.

Das abschließende Highlight der abendlichen Veranstaltung bildete das gemeinsame Konzert aller drei Klassen, die Händels Menuett aus der „Feuerwerksmusik“ in der Bearbeitung von Michael Story zum Besten gaben. Der Videoeinblendung eines gigantischen Feuerwerks hätte es da gar nicht mehr bedurft: Der tosende Beifall am Ende zeigte, wie beeindruckend die Arbeit der jungen Bläserinnen und Bläser auf die gebannte Zuhörerschaft wirkte. So viel Harmonie könnten die Schulen öfter vertragen.

Beim großen Finale vereinigten sich die 3 Bläserklassen zu einem fast 90-köpfigen Orchester.