Am Donnerstag, den 14.12.2017 besuchte Katja Müller vom Hospizverein Westerwald e.V. unsere Schule und bot Schülerinnen und Schülern der evangelischen und katholischen Religionskurse der Klassenstufe 10 die Gelegenheit, Fragen zum Thema Hospiz und moderne Sterbebegleitung zu stellen.

Frau Müller erzählte uns, dass sie nun schon seit zwei Jahren eine hauptamtliche Angestellte im Hospiz ist.

Im Hospiz wird mit Schwerkranken und deren Angehörigen gearbeitet. Wenn jemand beim Hospiz anruft, treffen sich die Mitarbeiter mit den Menschen und reden mit ihnen über alles, meist geschieht das in ganz vielen unterschiedlichen Situationen.

Viele Menschen sind der Meinung, dass ein Hospiz nicht auch fröhlich sein kann. Jedoch erzählte uns Frau Müller ganz unterschiedliche Geschichten, in denen Familien die letzten Tage mit Lachen und Freude verbracht haben.

Frau Müller erklärte uns, dass es eine bestimmte Wegstrecke gibt, bis Menschen ins Hospiz kommen beziehungsweise die ambulante Hospizhilfe annehmen. Die Wegstrecke beginnt mit der Diagnose einer schweren Krankheit, darauf folgt die Behandlung, das Rezidiv und nach dem Rückfall das Hospiz und/oder die Palliativbegleitung.

Meist sind die Mitarbeiter dann ein halbes bis dreiviertel Jahr bei einer Familie. Oft gibt es aber auch Fälle, bei denen die Menschen über mehrere Jahre begleitet werden.

Jedoch tun sich viele Menschen schwer damit, beim Hospizverein anzurufen. Erst wenn sie nicht mehr können und keine Kraft mehr haben, trauen sie sich, die kostenfreie Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wir bedanken uns bei Frau Müller für ihren interessanten Vortrag.

 

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