Reli-Unterricht in den Räumen der Montabaurer TAFEL

Am Donnerstag, 24.10.2013, fand für die evangelischen Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse der Religionsunterricht in den Räumen der TAFEL in Montabaur statt. Im Rahmen der Unterrichtseinheit DIAKONIE – Not sehen und handeln erlebten sie dort mit ihren Lehrkräften M. Mayer-Boucsein und O. Mazarin eine interessante und sehr praktische Stunde, bei der deutlich wurde, dass christlicher Glaube keine Privatsache ist und verändernd in die Gesellschaft hinein wirken kann. Die Mitarbeiterin Frau Deimling-Isack, die hauptberuflich als Rechtsanwältin arbeitet, hieß die Gruppe herzlich willkommen und erzählte lebendig und anschaulich von ihrer Tätigkeit in der Montabaurer TAFEL. Sie orientierte sich bei diesem Gespräch an den Fragen, die die SchülerInnen vorbereitet hatten.

 

Lebensmittel, die normalerweise wegen des Verfallsdatums oder aus optischen Gründen nicht mehr verkauft werden können, bzw. überproduziert wurden (Backwaren), finden durch die TAFEL eine sinnvolle Verwendung. Manchmal sind es auch besondere Umstände, die die Waren im TAFEL-Laden bestimmen: Vor kurzem war ein LKW mit 500 tiefgefrorenen Pizzen umgestürzt und bescherte somit allen Kunden „Pizza zum Abwinken“.

Allein erziehende,  hoch verschuldete oder sehr bedürftige Menschen mit zu geringer Rente bekommen mit einem entsprechenden Ausweis und gegen einen Betrag von 2 € bei der TAFEL ausreichend Nahrungsmittel, um - trotz ihrer eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten - im Alltag zurecht zu kommen. In Montabaur sind es 300 Kunden, die sich jeden Dienstag und Freitag auf den Weg in die TAFEL machen. 126 Ehrenamtliche tragen diese Arbeit und reagieren damit auf die schlimme Not, in der sich manche Menschen befinden können.  Frau Deimling-Isack wies mehrmals darauf hin, dass es keine Schande sei, Hilfe zu benötigen und die TAFEl in Anspruch zu nehmen. Auf diese Weise bliebe etwas Geld für andere und doch notwendige Ausgaben übrig. Trotzdem kommt es bedauerlicherweise auch manchmal vor, dass Lebensmittel abgeholt und am nächsten Müllcontainer entsorgt werden.

Auf die Frage, was die Schüler und SchülerInnen jetzt selbst tun könnten, wurden sie dazu ermutigt, die TAFEL durch eine eigene positive Einstellung zu dieser Arbeit, ein eventuelles Sozialpraktikum oder ehrenamtliche Tätigkeit (ab 16 Jahren) zu unterstützen.

M. Mayer-Boucsein

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