Unser Projekt Betriebsbesichtigung absolvierten wir bei Autohaus Schlotter in Wirges. Nachdem Herr Schlotter uns mit Getränken empfangen hat, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Der Serviceleiter Kai Pradarutti und der Geschäftsführer Heiko Schlotter wiesen uns in die einzelnen Bereiche des Autohauses ein.

Seit 1927 besteht das Autohaus. 1950 erhielten sie den ersten Volkswagen, 1976 folgte die Marke Audi und 2003 Skoda. Herr Schlotter und seine Schwester übernahmen das Autohaus in der dritten Generation. Zurzeit sind 43 Mitarbeiter angestellt. 750-800 Autos werden im Jahr verkauft. Das Autohaus ist in verschiedene Abteilungen aufgeteilt.

In der VW-Halle kann man sich Volkswagen-Modelle anschauen und kaufen. Nach dem Kauf der Autos werden diese in den Keller gebracht. Dort werden letzte Maßnahmen wie Prüfen und Reinigen vorgenommen. Das ganze Gelände ist 10.500 m² groß. Die Trennung von Audi und VW ist eine Zwangsvorgabe ihrer Vorgesetzten.

Vom Audi A1 bis zum Audi R8 kann man alles in der Audi Halle besichtigen. Audi ist eine Premiummarke, deren Hauptlager in Ingolstadt liegt. Sie importieren den Audi Q3 von Spanien und exportieren unter anderem nach Ungarn. Insgesamt arbeiten 500.000 Leute bei Audi.

In der Buchhaltung läuft alles Zahlenmäßige zusammen. Hier gehen täglich Rechnungen ein und aus. Da in der Buchhaltung viel mit Computer gearbeitet wird, werden überwiegend die Programme Word und Excel genutzt.

Im Teiledienst werden die Ersatzteile aufbewahrt. Dort lagern ca. 5.000 unterschiedliche Autoteile. Damit man auf die vielen Teile schnell zugreifen kann, sind diese mit Barcodes versehen. Jedes Fahrzeug ist mit einer 17 stelligen Nummer markiert, dies ist notwendig um das System richtig gebrauchen zu können.

Sicherheitsschuhe sind Pflicht! Jeden Morgen um acht Uhr erhalten die 14 Mitarbeiter der Werkstadt ihren typisch blauen Arbeitsoverall. In der Werkstadt werden Inspektionsarbeiten, Radwechsel und Unfallarbeiten vorgenommen. Ihr Arbeitstag endet dann um 16.40 Uhr. Da die heutigen Autos mit viel Technik und Elektronik zusammenhängen, besuchen die Kfz- Mechaniker und die Mechatroniker regelmäßig Fortbildungen. Es gibt sogenannte Tester, auf diesem Computer ist Software installiert, die Auskunft darüber geben, was am Fahrzeug kaputt ist, sie zeigen sämtliche Daten des Autos an. Die Arbeiter müssen sich an die Anleitungen halten.

In der Lackierwerkstadt werden die PKW von zwei Fahrzeuglackierern aufbereiten. Bevor sie mit dem Lackieren beginnen können, muss der Untergrund geschliffen und poliert werden. In einem abgedichteten Raum, welcher zu 95% staubfrei ist, färbt man die Kraftfahrzeuge ein. Dabei wird eine bestimmte Reihenfolge von Lackschichten eingehalten. Während die Arbeiter dem Auto eine Farbe verleihen, tragen sie einen weißen Schutzanzug und eine Maske mit Filter. Um das Verlaufen des Lackes zu vermeiden verwenden sie eine Sprühdose. Da sie nicht exakt die gleiche Farbe haben wie der Hersteller sie hat, werden angrenzende Teile mit lackiert. Die Fahrzeuge trocknen bei 70°C eine halbe Stunde. In einem separaten Raum werden die Lacke bei einer Temperatur zwischen 18 und 20°C zum Sprühen gemischt.

An der Dialogannahme werden Brems-, Lenk- und Lichttests durchgeführt. Hier wird mit dem Kunden besprochen, welche Arbeiten vorgenommen werden sollen. Wird ein Auto von einem der vier Mitarbeiter des Notdienstes abgeschleppt, bringen sie dieses als erstes zur Dialogannahme. Der Notdienst ist 24 Stunden lang erreichbar.

Dem Kunden wird die Möglichkeit geboten, ihre Winter- und Sommerreifen in der Tiefgarage des Autohauses zu lagern. Neben den Reifen werden auch Autos, die auf dem Parkplatz oder im Haus keinen Platz mehr gefunden haben, abgestellt.

Ausbildung oder Studium?

Deine Studien in der Fachrichtung Automobilmanagement  B.Sc. abgekürzt, Mittelständische Wirtschaft (B.A.), Betriebswirtschaft- Automobilhandel (B.A.), Wirtschaftsingenieurwesen (B.Eng.) kannst du z.B. in der dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim ausüben. Für alle Berufe gibt es eine Ausbildungszeit von drei bis dreieinhalb Jahren. Mit einem guten Haupt- oder Realschulabschluss kann man Kraftfahrzeug-Mechatroniker, Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik, Fahrzeuglackierer, Bürokaufmann/-frau oder Fachkraft für Lagerlogistik erlernen. Für den/die Automobilkaufmann/-frau benötigt man Abitur oder einen guten Realschulabschluss.

Wir bedanken uns für die nette Führung und bei Joachim Wittayer, der die Besichtigung auf Fotos festgehalten hat.

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