Betriebsbesichtigungen

 

Am Montag, den 24. März 2014, machten wir, die Klasse 8b der AFRS plus, uns auf den Weg zu einer sehr interessanten Betriebsbesichtigung. Unser Ziel war das Schloss Montabaur.

Um 9 Uhr begrüßte uns die Leiterin für das Personalmanagement Frau Wendling. Ihre Assistentin Frau Laura Sturm (ehemalige Schülerin der AFRS) erklärte uns, dass sich die Akademie Deutscher Genossenschaften und  ein Vier-Sterne-Hotel auf dem Schlossgelände befinden. Hier arbeiten 240 Mitarbeiter. Die Akademie ist eine Gemeinschaft von Genossenschaften, wie z.B. der Volks- und Raiffeisenbanken. Es werden dort mehr als 1000 Seminare für ca. 18.000 Teilnehmer im Jahr durchgeführt. Für diese vielen Teilnehmer (aber auch Privatgäste erlaubt) ist ein Hotel mit 287 Zimmern, die auf 6 Gästehäuser verteilt sind, vorhanden. Das Schloss Montabaur gehört zu den größten Hotelbetrieben in Rheinland-Pfalz.

Nach dieser allgemeinen Einführung in einem von 34 modernen Veranstaltungsräumen der Akademie machten wir eine Schlossführung in zwei Gruppen. Vier Auszubildende zeigten uns den historischen Rittersaal, den Weinkeller, den Gewölbekeller, das Casino (neue „Kantine“ mit tollem Blick über Montabaur) und die moderne Kuppel des neuen Veranstaltungsgebäudes. All diese Räume können auch privat gemietet werden (z.B. für eine Hochzeitsfeier). Wir erfuhren, dass die Deutsche Genossenschaftskasse das Schloss 1969 gekauft hat und zu einem Akademiezentrum umgebaut hat. 1981 wurde es Eigentum der Akademie. Nach und nach wurden viele Gebäude umgebaut und modernisiert, ohne die Denkmal geschützten Bereiche zu zerstören.

Nach einer kurzen Pause (vielen Dank für den tollen Kakao für alle Schüler) stellten drei Auszubildende ihre Berufe vor. Im Schloss kann man eine Ausbildung zur Bürokauffrau/mann, Koch/Köchin, Restaurantfachfrau/mann, Hotelfachfrau/mann und Fachinformatiker/in Systemintegration machen. Alle Ausbildungen dauern drei Jahre. Sie haben uns über die Voraussetzungen und Erwartungen, die diese Berufe mit sich bringen, informiert. So ist nicht nur ein guter Realschulabschluss, sondern auch Freude im Umgang mit Menschen, Teamfähigkeit, Planungstalent und Verantwortungsbewusstsein eine wichtige Voraussetzung.  

Frau Sturm erklärte uns außerdem, dass die ADG auch eine Kombination aus Ausbildung und Studium zugleich anbietet. Eine interessante Ausbildung, die man mit Abitur machen kann und zum Bachelor- bzw. Master-Abschluss führt.

Am Schluss konnten wir noch viele Fragen stellen, und um 12 Uhr ging es wieder zurück Richtung Schule.

Uns/mir hat die Betriebsbesichtigung gefallen, …

-         …weil es eine sehr informative Veranstaltung war.

-         … weil auf unsere Fragen ganz toll eingegangen wurde.

-         … weil wir einen guten Einblick in diese Berufe bekommen haben.

-         … weil ich mir jetzt vorstellen könnte im Schloss mein Praktikum zu machen.

-         … weil wir erfahren haben, was dieser Arbeitgeber alles für seine Azubis so macht (Azubi-Restaurant „Kroli am Markt“, für das die Azubis alleine verantwortlich sind)

-         … auch wenn die Berufe, die vorgestellt wurden, für mich nicht in Frage kommen.

 

Ich fand interessant/schön, …

-         … dass der Spa-Bereich auch von den Mitarbeitern des Schlosses genutzt werden darf.

-         …dass das Schloss so modern und groß ist.  

-         …dass man dort auch während der Ausbildung ein Studium machen kann.

-         … dass wir sehr höflich und nett empfangen wurden.

-         …dass wir auf dem Rückweg noch ein Eis essen durften.

-         …dass wir so viel über diese Berufe, aber auch über diesen Arbeitgeber gelernt haben, und ich hoffe wir werden bald wieder die Möglichkeit haben eine interessante Betriebsbesichtigung zu machen.

 

Am 28.03.2014 waren wir, die Klasse 8c von Frau Malinowsky, gemeinsam in Limburg bei der Firma Harmonic Drive AG.

Zuerst wurden wir herzlich im Eingangsbereich empfangen. Anschließend ging es dann in einen Konferenzraum. Dort erklärte uns Herr Dominik Kaiser, Leiter der Kommunikation, welche Produkte die Firma Harmonic Drive AG produziert, nämlich Präzisionsantriebe. Und das seit 40 Jahren. Dann erzählte Herr Kaiser, dass die Firma noch zwei weitere Tochterfirmen hat und das ist einmal die OVALO GmbH, die seit 2006 besteht und ebenfalls in Limburg sitzt und die Firma Micromotion, die in Mainz sitzt und seit 2001 besteht.

Die OVALO GmbH produziert Antriebssysteme für Autos und die Firma Micromotion stellt ebenfalls Präzisionsantriebe her, die allerdings, wie der Name schon verrät, so klein wie eine Briefmarke sind.

Nach dieser ausführlichen Einführung wurden wir in drei Gruppen eingeteilt und von Azubis durch die Firma geführt. Sie zeigten uns, welche Berufe man hier erlernen kann und wie die Firma aufgebaut ist. Weltweit gibt es noch 2 weitere Harmonic Drive® Firmen, die es  möglich machen, die bestellten Produkte schnell und zuverlässig an den Kunden zu liefern, eine in Japan und die andere in Nordamerika.

Die Harmonic Drive AG ist für ihren guten Ruf und für die gute Qualität ihrer Produkte bekannt. Die Firma ist sogar zertifiziert! Es war uns eine Ehre, mal einen Tag bei diesem Unternehmen reinschnuppern zu dürfen.

Zum Schluss bekamen wir noch ein paar gute Tipps für unsere Bewerbungen mit auf den  Weg. Vielen lieben Dank an die Harmonic Drive AG, insbesondere an Herrn Dominik Kaiser. Wer sich über diese Firma informieren will, geht einfach auf deren Webseite: 

www.harmonicdrive.de

 

Am 27. März 2014 besuchte die Klasse 8a das Aldi-Zentrallager im Gewerbegebiet „Alter Galgen“ in Montabaur. Nach einem netten Empfang mit Schokobrötchen und Getränken wurden wir über die Firmengeschichte der Brüder Albrecht informiert und bekamen Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bei Aldi erläutert. Die Berufsbilder Kaufmann/-frau für Büromanagement, Verkäufer/-in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Fachkraft für Lagerlogistik wurden vorgestellt, ebenso die Möglichkeiten, die sich nach dem (Fach-) Abitur bieten: man kann nach einem speziellen Ausbildungsprogramm für Abiturienten beispielsweise die Prüfung zum Handelsfachwirt bei der IHK ablegen oder im Dualen Studium einen Bachelor-Abschluss erwerben.

Anschließend wurden wir durch das Lager geführt, in dem vor allem das gut organisierte System, die Menge der Artikel, die flitzenden Stapler und natürlich das Tiefkühlhaus, das manche im T-Shirt betraten, beeindruckten. Bei den meisten Schülern war dies der erste Einblick in die Berufswelt und der ein oder andere erkundigte sich bereits nach einer Praktikumsstelle…

Unser Projekt Betriebsbesichtigung absolvierten wir bei Autohaus Schlotter in Wirges. Nachdem Herr Schlotter uns mit Getränken empfangen hat, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Der Serviceleiter Kai Pradarutti und der Geschäftsführer Heiko Schlotter wiesen uns in die einzelnen Bereiche des Autohauses ein.

Seit 1927 besteht das Autohaus. 1950 erhielten sie den ersten Volkswagen, 1976 folgte die Marke Audi und 2003 Skoda. Herr Schlotter und seine Schwester übernahmen das Autohaus in der dritten Generation. Zurzeit sind 43 Mitarbeiter angestellt. 750-800 Autos werden im Jahr verkauft. Das Autohaus ist in verschiedene Abteilungen aufgeteilt.

In der VW-Halle kann man sich Volkswagen-Modelle anschauen und kaufen. Nach dem Kauf der Autos werden diese in den Keller gebracht. Dort werden letzte Maßnahmen wie Prüfen und Reinigen vorgenommen. Das ganze Gelände ist 10.500 m² groß. Die Trennung von Audi und VW ist eine Zwangsvorgabe ihrer Vorgesetzten.

Vom Audi A1 bis zum Audi R8 kann man alles in der Audi Halle besichtigen. Audi ist eine Premiummarke, deren Hauptlager in Ingolstadt liegt. Sie importieren den Audi Q3 von Spanien und exportieren unter anderem nach Ungarn. Insgesamt arbeiten 500.000 Leute bei Audi.

In der Buchhaltung läuft alles Zahlenmäßige zusammen. Hier gehen täglich Rechnungen ein und aus. Da in der Buchhaltung viel mit Computer gearbeitet wird, werden überwiegend die Programme Word und Excel genutzt.

Im Teiledienst werden die Ersatzteile aufbewahrt. Dort lagern ca. 5.000 unterschiedliche Autoteile. Damit man auf die vielen Teile schnell zugreifen kann, sind diese mit Barcodes versehen. Jedes Fahrzeug ist mit einer 17 stelligen Nummer markiert, dies ist notwendig um das System richtig gebrauchen zu können.

Sicherheitsschuhe sind Pflicht! Jeden Morgen um acht Uhr erhalten die 14 Mitarbeiter der Werkstadt ihren typisch blauen Arbeitsoverall. In der Werkstadt werden Inspektionsarbeiten, Radwechsel und Unfallarbeiten vorgenommen. Ihr Arbeitstag endet dann um 16.40 Uhr. Da die heutigen Autos mit viel Technik und Elektronik zusammenhängen, besuchen die Kfz- Mechaniker und die Mechatroniker regelmäßig Fortbildungen. Es gibt sogenannte Tester, auf diesem Computer ist Software installiert, die Auskunft darüber geben, was am Fahrzeug kaputt ist, sie zeigen sämtliche Daten des Autos an. Die Arbeiter müssen sich an die Anleitungen halten.

In der Lackierwerkstadt werden die PKW von zwei Fahrzeuglackierern aufbereiten. Bevor sie mit dem Lackieren beginnen können, muss der Untergrund geschliffen und poliert werden. In einem abgedichteten Raum, welcher zu 95% staubfrei ist, färbt man die Kraftfahrzeuge ein. Dabei wird eine bestimmte Reihenfolge von Lackschichten eingehalten. Während die Arbeiter dem Auto eine Farbe verleihen, tragen sie einen weißen Schutzanzug und eine Maske mit Filter. Um das Verlaufen des Lackes zu vermeiden verwenden sie eine Sprühdose. Da sie nicht exakt die gleiche Farbe haben wie der Hersteller sie hat, werden angrenzende Teile mit lackiert. Die Fahrzeuge trocknen bei 70°C eine halbe Stunde. In einem separaten Raum werden die Lacke bei einer Temperatur zwischen 18 und 20°C zum Sprühen gemischt.

An der Dialogannahme werden Brems-, Lenk- und Lichttests durchgeführt. Hier wird mit dem Kunden besprochen, welche Arbeiten vorgenommen werden sollen. Wird ein Auto von einem der vier Mitarbeiter des Notdienstes abgeschleppt, bringen sie dieses als erstes zur Dialogannahme. Der Notdienst ist 24 Stunden lang erreichbar.

Dem Kunden wird die Möglichkeit geboten, ihre Winter- und Sommerreifen in der Tiefgarage des Autohauses zu lagern. Neben den Reifen werden auch Autos, die auf dem Parkplatz oder im Haus keinen Platz mehr gefunden haben, abgestellt.

Ausbildung oder Studium?

Deine Studien in der Fachrichtung Automobilmanagement  B.Sc. abgekürzt, Mittelständische Wirtschaft (B.A.), Betriebswirtschaft- Automobilhandel (B.A.), Wirtschaftsingenieurwesen (B.Eng.) kannst du z.B. in der dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim ausüben. Für alle Berufe gibt es eine Ausbildungszeit von drei bis dreieinhalb Jahren. Mit einem guten Haupt- oder Realschulabschluss kann man Kraftfahrzeug-Mechatroniker, Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik, Fahrzeuglackierer, Bürokaufmann/-frau oder Fachkraft für Lagerlogistik erlernen. Für den/die Automobilkaufmann/-frau benötigt man Abitur oder einen guten Realschulabschluss.

Wir bedanken uns für die nette Führung und bei Joachim Wittayer, der die Besichtigung auf Fotos festgehalten hat.

Go to top
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com