Musik

Im Rahmen des Musikunterrichts besuchten die Klassen 9b, 9d, 9e und 9f Mitte Januar das Staatsorchester Rheinische Philharmonie in Koblenz. Vorausgegangen war die Beschäftigung mit sinfonischer Musik im Unterricht. Jetzt wollten die Schülerinnen und Schüler wissen, wie ein Profiorchester arbeitet. Deswegen machten wir uns auf den Weg, um den Musikerinnen und Musikern bei der Probenarbeit über die Schulter zu blicken. Bei unserem Besuch wurde unter Leitung des neuen Chefdirigenten Garry Walker ein Programm geprobt, dessen Werke (genauso wie er als gebürtiger Schotte) alle einen Bezug zu Schottland haben. Wir konnten miterleben, wie an der „Schottischen“ Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy, am „Marche écossaise sur un thème populaire“ von Claude Debussy und an den „Four Scottish Dances“ von Malcolm Arnold geprobt wurde. Insbesondere beim letzten Stück waren deutliche Anklänge an schottische Folklore und typische Instrumente wie den Dudelsack zu hören. Neben den musikalischen Eindrücken bleibt der live miterlebte typisch britische Humor von Garry Walker besonders in Erinnerung.

Die Klassen 9a, 9b, 9c und 9d waren Ende Januar im Rahmen des Musikunterrichts in Koblenz. Sie besuchten dort eine Probe des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie. Die Profis des Orchesters arbeiteten in dieser Probe unter Leitung des Dirigenten Lü Shao-chia an der „Symphonie Fantastique“ von Hector Berlioz, einem der bedeutendsten Werke der Romantik und der Gattung Programmmusik.

 

NDie Schülerinnen und Schüler hatten sich vorher im Musikunterricht mit sinfonischer Musik und speziell mit diesem Werk genauer beschäftigt. Im Gepäck hatten sie eine ganze Reihe Fragen nach musikalischen Besonderheiten der „Symphonie Fantastique“ (Was ist die „idee fixe“?),  nach dem Beruf des Orchestermusikers (Welche Ausbildung braucht man? Wie sind die Arbeitszeiten?) und nach speziellen Instrumenten im Orchester (Wie klingt ein Kontrafagott? Was ist ein Englischhorn, was eine Ophikleide?)
All diese Fragen konnten sie durch eigenen Beobachtungen und mithilfe von Frau Dräger, der Musikvermittlerin des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie, selbst klären. Beeindruckend war für unsere Schülerinnen und Schüler die dynamische Bandbreite eines Sinfonieorchesters, die Instrumentalbeherrschung der Musikerinnen und Musiker und die Kommunikation zwischen Dirigent und Orchester.

 

Absoluten Seltenheitswert hatte bei unserem Besuch die Ophikleide: Dieses Instrument ist ein tiefes Blechblasinstrument und ein Vorläufer der heute gebräuchlichen Basstuba. Im letzten Satz der „Symphonie Fantastique“ findet sich das bedeutendste Solo für Ophikleide, welches wir hautnah miterleben konnten.


 

 

Percussion-Workshop mit Richard Filz an der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur

Wie bekommt man die volle Aufmerksamkeit von mehr als 100 Schülern gleichzeitig? Ganz einfach: „Wrrrtz!“ heißt das Zauberwort. Richard Filz, Rhythmus-Pädagoge und Autor zahlreicher Bücher, schaffte es mit dieser scheinbar sinnlosen Aneinanderreihung von Konsonanten, die Teilnehmer der 3 Workshops an der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur immer wieder auf das zu konzentrieren, was folgte. Und es folgten neue Rhythmen und Grooves Schlag auf Schlag.

Richard Filz begeistert in der Aula mehr als 100 Schüler mit seinen Body-Percussion-Rhythmen

Richard Filz begeistert in der Aula mehr als 100 Schüler mit seinen Body-Percussion-Rhythmen

 

Das dazu nötige Instrument hatten alle mit dabei: Bei der Body-Percussion trommelt man auf seinem eigenen Körper. Der Österreicher Filz zeigte den Schülern der 5. und 6. Jahrgangsstufe zahlreiche Klänge, die sie mit Händen und Füßen erzeugen können. Darunter alleine 8 Arten zu klatschen, die alle ganz unterschiedliche Sounds erzeugen.

Mit Hilfe von rhythmisch gesprochenen Merkwörtern wie „Stomp, Clap, Butterfly“ wurden dann fetzige Grooves aus den Bereichen Rock und Funk erarbeitet. Und nach nur 40 Minuten Übung erklang in der Aula der Schule ein mehr als 100 Mann starkes Rhythmus-Ensemble.

Im Anschluss an die beiden Body-Percussion-Workshops arbeitete Richard Filz dann noch weiter mit der Cajon-Klasse 6a. Mit individuellen und didaktisch perfekt aufbereiteten Übungen schaffte es der Dozent, die Spieltechnik der Schüler auf den Sitztrommeln in kurzer Zeit enorm zu verbessern. So konnten am Ende alle Teilnehmer Rock-Grooves mit Fill-Ins und sogar einen wegen der Offbeat-Schläge komplizierten Hip-Hop-Rhythmus spielen. Die Zeit verging wie im Fluge und nach der 6. Stunde waren sich alle einig: Richard Filz muss im nächsten Schuljahr wieder kommen.

Rock- und Hip-Hop-Grooves auf der Cajon: Das klingt fast wie auf einem kompletten Drumset.

Rock- und Hip-Hop-Grooves auf der Cajon: Das klingt fast wie auf einem kompletten Drumset.

Der Kaim-Flügel in unserem Musikraum befindet sich leider in einem sehr schlechten Zustand: Resonanzboden und Korpus sind an zahlreichen Stellen gerissen, die Mechanik müsste komplett erneuert werden und einige Reparaturen wurden in der Vergangenheit sehr dilettantisch ausgeführt und wären kaum noch zu retten. Die Klavierbauerin Helen Staudt teilte uns mit, dass eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich und auch nicht mehr sinnvoll sei.

Auf der Suche nach einem Ersatzinstrument fiel mir ein, dass in der Sporthalle im Stuhllager noch ein alter Flügel steht. Über seinen Zustand wusste ich nicht viel, da er seit vielen Jahren nicht mehr benutzt wurde. Eine Begutachtung durch die Klavierbauerin ergab, dass es sich um einen mehr als 100 Jahre alten Ibach-Flügel in einem recht guten Zustand handelt. Eine Generalüberholung würde aus ihm wieder ein hervorragendes Instrument machen.

Wir sind froh, dass die Schule das nötige Geld für eine Generalüberholung zur Verfügung stellt und der Ibach-Flügel bald in unserem Musikraum erklingen kann.

Am Freitag wurde der komplett neu lackierte Flügel angeliefert und im Musikraum aufgestellt. Zuvor waren noch einige abgebrochene Leisten ergänzt worden, so dass der Korpus nun wie neu aussieht. Die Tastatur mit der kompletten Mechanik fehlt noch und wird in den nächsten Tagen von der Klavierbauerin Helen Staudt eingebaut und justiert. Abschließend müssen noch die Saiten gestimmt werden. Wir sind gespannt auf das Endergebnis.

Aufrecht stehend auf dem Transportschlitten und noch in Folie verpackt wird der generalüberholte Ibach-Flügel angeliefert.
Noch unterstützt durch einen Wagenheber wird der letzte Fuß wieder angeschraubt. Jetzt kann er ausgepackt werden!
Noch ist der Flügel ohne Tastatur und Mechanik
In neuem Glanz erstrahlt die Oberfläche des Ibach-Flügels.
Der alte, defekte Kaim-Flügel wird für den Abtransport fertig gemacht.

 

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