Suchtprävention

„Apotheke macht Schule“ ist ein Projekt der Landesapothekenkammer Rheinland-Pfalz mit dem Ziel, junge Menschen frühzeitig Hilfestellung für gesundheitsbewusstes Verhalten zu geben.

Wir, die Klasse 9e der AFRS+ haben an diesem Projekt teilgenommen. Am Donnerstag besuchte uns der Apotheker Dr. Philipp Hoffmann und berichtete in unserem Klassenraum über das Thema „Doping für den Alltag – Lifestyle-Drogen für jede Lebenslage?“:

Die meisten jungen Menschen wollen gut aussehen, cool drauf und leistungsfähig sein und greifen deshalb schnell zu gefährlichen Mitteln. Herr Dr. Hoffmann erklärte uns die Wirkungen und Nebenwirkungen verschiedener „Dopingmittel“ wie Koffein, Testosteron, Nikotin und L-Carnitin.

Besonders über das Suchtmittel Koffein wunderten wir uns, da vielen nicht bewusst war, dass solch ein alltägliches Lebensmittel eine Abhängigkeit auslösen kann.

Unter den Sportlern ist die Droge Anabolika weit verbreitet, da diese eine muskelaufbauende Wirkung hat. Jedoch kann diese Droge viele Nebenwirkungen wie z.B. Impotenz und eine Beeinträchtigung der Leberfunktion auslösen.

Bei dem Thema „Schlankmacher“ erfuhren wir, dass die Werbung oft mehr verspricht, als das Produkt halten kann. Als Schlankmacher gilt beispielsweise Nikotin, welches unter anderem in Form von Zigaretten das Hungergefühl unterdrückt. Es gibt aber auch viele verschiedene Schlankmacher-Pillen, die man kinderleicht im Internet kaufen kann, obwohl diese sehr gefährlich  für den Körper werden können.

Herr Dr. Hoffmann klärte uns aber nicht nur über solche und andere Gefahren der körperlichen und seelischen Abhängigkeit auf, sondern diskutierte mit uns über verschiedene Themen wie „Normen“, teilweise unerfüllbare Idealvorstellungen, die sich durch prominente Persönlichkeiten in unserer Gesellschaft festgesetzt haben. Uns wurde jedoch deutlich, dass Vorbilder, genau wie wir und jeder andere Mensch, seine eigenen Stärken und Schwächen hat.

Wir danken Herrn Hoffmann für diesen für uns sehr interessanten Vortrag und dafür, dass er jeder Frage von uns offen gegenüberstand und diese ehrlich beantwortete.

Wir alle sind uns sicher: Keine Pille verhilft zum Glück!

Alkohol - ein Theaterstück zu einem aktuellen Problem

 

Das Thema Alkohol schafft es leider immer wieder, auf den Titelseiten der Tagespresse zu erscheinen, besonders wenn gerade junge Menschen betroffen sind. Alkohol, so heißt auch das neueste Theaterstück von Patric Tavanti, dem es nach vielen erfolgreichen Inszenierungen auch hierbei gelungen ist, in einer sehr schwungvollen und lebendigen Darstellung die Zuschauer in den Bann der Ereignisse zu ziehen.

Ort der Veranstaltung war einmal mehr die Aula der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur, bei der die von den beiden jungen Schauspielern Anita Stenke und Viktor Wendtner getragene Handlung rund 200 Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 in ihren Bann zog.

Dabei war die gestellte Aufgabe des Teams nicht leicht. In einer 80-minütigen Vorstellung den Weg einer Schülerin von erklärter Abstinenz bis hin zu ihrem Tod nach einem wiederholten Alkoholexzess aufzuzeigen, ohne dass manch ein Entwicklungsschritt allzu knapp dargestellt wird, ist kaum zu lösen. Dass am Ende, trotz aller Leichtigkeit, manchmal auch Unbekümmertheit in den Dialogen, das dramatische Geschehen so betroffen machte, hatte viel mit der schauspielerischen Leistung der beiden Akteure zu tun. Zu jeder Zeit blieben die beiden in der Erfahrungswelt junger Menschen, die durch Leistungsdruck und Verführung allzu leicht in den manchmal unaufhaltsamen Sog der Exzesse geraten und ohne entschiedene Hilfe von außen aus dem Teufelskreis von Sucht und Versagen nicht mehr ausbrechen können. Genau an dieser Stelle leistet das Stück einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Drogenprävention.

Liebe Eltern,

Sie sind herzlich eingeladen zu unserem Elternabend am 22.10.2008 um 19.30 Uhr in der Aula mit Jörg Schmitt-Kilian zum Thema Drogenprävention.

Die Details entnehmen Sie bitte der angehängten Einladung und der Homepage von Jörg Schmitt-Kilian: http://www.schmitt-kilian.de/

 

Drogenprobleme offen angesprochen

Jörg Schmitt-Kilian referierte über Suchtprävention  

Es war nicht das erste Mal, dass der Drogenfahnder, Buchautor und international renommierte Projektleiter in Sachen Drogen- und Gewaltprävention Jörg Schmitt-Kilian in der Anne-Frank-Realschule in Montabaur Einblicke in seine Arbeit gewährte. In einer Abendveranstaltung referierte er diesmal vor zahlreichen Zuhörern über sein neues Projekt „Weißt du eigentlich, was ich fühle?“, in dem die Ohnmacht und Angst verzweifelter Eltern beim Thema illegale Drogen genauso im Zentrum steht wie auch die Lebens- und Gefühlswelt der Jugendlichen. Hierbei sucht Schmitt-Kilian nach Chancen, die gängigen Verhaltensmuster wie Sprachlosigkeit, Verschweigen und Verdrängen aufzuzeigen und zu überwinden.

 

Wie bedrohlich die Situation für Jugendliche heute ist, konnte er an vielen selbst erlebten Beispielen eindrucksvoll schildern. So machte er klar, dass die Drogenproblematik allgegenwärtig und weder auf Großstädte noch auf bestimmte soziale Schichten zu begrenzen ist. Bei einem weltweiten Umsatz von jährlichen rund 800 Milliarden Euro und bei kartellartig durchorganisierten Strukturen habe man es hier mit einem bedrohlichen Gegner zu tun, der nachweislich effektiv an der Ausweitung seiner Drogenproduktion arbeite. 

„Die Gesellschaft wird nie drogenfrei sein. Aber unser Ziel muss es sein, den Zeitpunkt des Erstkontaktes nach hinten zu ziehen.“  Damit zielte der Referent auf das naheliegende Problem von Eltern, die oft überfordert sind, wenn sie z. B. von einem ersten „Probieren“ ihres Kindes erfahren. „Auch Eltern müssen für diesen Fall stark gemacht werden“, so Schmitt-Kilian. Viel Geduld und Einfühlungsvermögen seien nötig, wenn sie mit ihrem Kind den richtigen Mittelweg zwischen Überreaktion und Verschweigen beschreiten wollen. 

Gesprächsbereitschaft auf Seiten der Eltern, Zeit haben für die Jugendlichen und Wegkommen von dem Denken „Was habe ich nur falsch gemacht?“, das seien neben Offenheit auch nach außen und das Aufsuchen professioneller Hilfe bei den Beratungsstellen wichtige Schritte. Darüber hinaus müsse man aber auch in der Schule Brücken bauen um eine vertrauenswürdige Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern zu ermöglichen. Auf Fragen von besorgten Erwachsenen nach der richtigen Schule für ihre Kinder antwortete er stets, diejenige Schule sei die richtige, in der offen über die Drogenproblematik gesprochen und wo nichts unter den Teppich gekehrt wird.

Go to top
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com