Gemeinsam gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit

Der 9. November ist ein besonderer Tag, auch an unserer Schule. Gemeinsam gedachten wir der Untaten in der Reichspogromnacht vor 85 Jahren und zogen unsere Schlüsse daraus.

Mit einer Ansprache durch unseren Schulleiter Ernst Carstensen begann unsere ganz eigene „Säuberungsaktion“ an diesem geschichtsträchtigen Tag. In Erinnerung an die Geschehnisse im Jahre 1938 und der anschließenden Rassenverfolgung und -vernichtung hat sich unsere Schulgemeinschaft heute mit den sichtbaren Zeichen von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus auseinandergesetzt. Sie zeugen davon, dass leider auch in unserer Zeit wieder Tendenzen zu spüren sind, denen wir uns vehement entgegenstellen müssen. Wir als Schulgemeinschaft wollen gemeinsam lernen und leben, egal an was der Einzelne glaubt oder woher der Einzelne stammt.

Und so haben sich unsere Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern heute auf die Suche gemacht und in den Klassenräumen, im Schulgebäude und auf dem Schulhof nach Schmierereien gesucht, die wir als Gemeinschaft nicht akzeptieren können. Mit großem Elan entfernten unsere Schülerinnen und Schüler die entdeckten Schmierereien oder übermalten sie.

So begannen beispielsweise einige Schüler der Klasse 9c damit, die Zeichen und Schriften an den Wänden des Aufenthaltsraums zu entfernen. Als sie merkten, dass sie mit Schwamm und Schmutzradierer nicht weiterkamen, entschieden sie kurzerhand die Schmierereien zu übermalen. Wie wunderbar, dass die Wand statt diffamierender Symbole nun das Zeichen unserer Schulgemeinschaft ziert.

 

 Vielen Dank, liebe Schülerinnen und Schüler, für Euren tollen Einsatz gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit!